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Strassenbahn

Bielefeld > Kleinbahnen
ÖPNV Strassenbahn und O-Bus (Oberleitungsbus)
Die Geschichte des Bielefelder Nahverkehrs beginnt mit der Jahrhundertwende im Jahre 1900. Die StraßenbahnLinie 1 vom heutigen Johannesstift bis Brackwede bringt als erste Linie die Bielefelder in Fahrt. Die Mobilität erhält damit eine neue Qualität, schnell folgen weitere Linien und die Straßenbahn wird zum zentralen Verkehrsmittel.
1900 Bau der ersten Straßenbahnlinie vom Rettungshaus (dem heutigen Johannesstift) bis Brackwede über Schildescher Straße – Jahnplatz – Niedernstraße – Obernstraße – Gütersloher Straße. Bau eines Depots an der Schildescher Straße. Inbetriebnahme des Depots im gleichen jahr.
Inbetriebnahme der ersten Linie mit 12 Triebwagen und 8 Beiwagen auf der Strecke Rettungshaus nach Brackwede Dorf. Der anfängliche 30-Minuten-Takt wird bis 1901 teilweise auf 7,5 Minuten verdichtet. Im Mai Verlängerung der Strecke bis Brackwede Dorf und im Norden bis Schildesche Markt. Gesamtlänge: 9,2 km. Der Fahrzeugbestand erhöht sich auf 21 Triebwagen und 11 Beiwagen.
1902 Juli Inbetriebnahme der 2. Straßenbahnlinie Hauptbahnhof bis Sieker über Düppelstraße – Jahnplatz – Niederwall – Detmolder Straße – Goebenstraße. Die Strecke wird eingleisig mit Ausweichen gebaut. August Verlängerung der Strecke von Goebenstraße bis Sieker mit einer Gesamtlänge von 3,85 km.
1909 Zweigleisiger Ausbau der Straßenbahn in der Gütersloher Straße bis Anfang 1910.
1910 Inbetriebnahme der Wagenhalle II für 18 Fahrzeuge.
1912 Mai bis August Zweigleisiger Ausbau in der Obernstraße, der Niedernstraße und in Teilen der Koblenzer Straße (heute Adenauerplatz). Bau von fünf Ausweichen von je 72 m Länge in den Außenbezirken, wodurch ein 5/10-Minuten Takt eingeführt werden kann.
1. Oktober Verlängerung der Linie 1 von Brackwede Dorf zum Sennefriedhof (2,0 km). Streckenlänge Linie 1: 11,20 km Streckenlänge Linie 2: 3,85 km
Zweigleisiger Ausbau vom Depot bis Rettungshaus.
1913 Planung Ost-West-Linie 3 Bossestraße – Bürgerweg – Grabenstraße – Jahnplatz – Wilhelmstraße – Heeper Straße – Kaiserstraße – Oststraße. Der Baubeginn soll am 2. August 1914 sein. Das Schienen- und Fahrleitungsmaterial wird jedoch bei Kriegsausbruch beschlagnahmt und der Rüstungsindustrie zugeführt. Das Depot wird um eine Wagenhalle erweitert. Bei der Hannoverschen Waggonfabrik werden 8 Triebwagen bestellt, die jedoch erst 1920 zur Auslieferung kommen.
1915 - 1917 Mehrleistungen in der Beförderung von Fahrgästen werden durch verstärkten Anhängerbetrieb erbracht. Durch die kriegsbedingte Mangelwirtschaft werden nur die notwendigsten Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Es kommt dadurch zeitweise zu Verkehrseinschränkungen.
1920 Die 1914 bestellten Triebwagen werden ausgeliefert.
1922 Zweigleisiger Ausbau zwischen Nebelstor (nahe des heutigen Adenauerplatzes) und Betheleck.
1924 Zweigleisiger Ausbau in der Koblenzer Straße (heute Adenauerplatz). Im Herbst werden bei der Waggonfabrik Uerdingen 6 Triebwagen und 6 Beiwagen bestellt, die 1925 ausgeliefert werden sollen.
Zweigleisiger Ausbau zwischen Bethel und der Spinnerei Vorwärts sowie zwischen Lällmann und Oststraße (Linie 2, heutige Haltestelle Prießallee).
Im Oktober wird die erste Buslinie in Bielefeld von der Langen Straße zur Oststraße in Betrieb genommen.
1926 Weitere 2.870 Meter werden zweigleisig ausgebaut. Die Strecken Spinnerei Vorwärts – Brackwede Bahnhof – Brackwede Kirche und von der Oststraße (heute Prießallee) bis zur Königsbrügge. Somit sind nur noch die Strecken Rettungshaus – Schildesche, Königsbrügge – Sieker, Sennefriedhof – Brackwede und die Eisenbahnüberführung in der Schildescher Straße eingleisig. An der Endstelle Sieker wird eine Abstellanlage für 8 Fahrzeuge gebaut. Das Depot wird um eine 12 Fahrzeuge fassende Halle erweitert.
1927 im Oktober Baubeginn der 2.150 m2 großen Wagenhalle IV für 56 Fahrzeuge an der Schildescher Straße.
1928 1. Februar Inbetriebnahme der 3. Straßenbahnlinie, von der Apfelstraße bis Oststraße und am 1. Juli von der Apfelstraße bis Lange Straße.
1. August Umbau des Jahnplatzes und Verlegung der Linie 1 aus der Niedernstraße/Obernstraße in die Hindenburgstraße. Gleichzeitig wird das Liniennetz neu gestaltet.
11. Dezember Verlängerung der Linie 2 vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Walkenweg. ab 1. Dezember
Die Endstelle Brackwede Dorf (Kirche) wird nach Brackwede Friedhof verlegt. Damit entfällt das unübersichtliche Rangieren an der Kirche für die nicht bis Senne durchfahrenden Züge. Zweigleisiger Ausbau auf folgenden Strecken: Lönkert – Osningstraße (900 m), Friedhof Brackwede (230 m), Eisenbahnüberführung Schildescher Straße (160 m), Depot bis Kleine Bahnhofstraße, von Ausweiche Landwehr (heute etwa Rosenhöhe) bis Sennefriedhof (710 m), wobei das zweite Gleis stadteinwärts auf einen besonderen Bahnkörper verlegt wird. An der Endstelle Sennefriedhof wird eine Gleisschleife gebaut. Vier Handweichen werden zu Elektroweichen umgebaut (meist AbzweigWeichen). Die Fahrzeuge erhalten beleuchtete Liniennummern.
1929 7 Triebwagen und 16 Beiwagen werden ausgemustert. Als Betriebsreserve stehen noch 4 Triebwagen und 5 Beiwagen aus dem Jahr 1900 zur Verfügung. 7. Oktober Auf der Linie 2 zwischen Sieker und Hallenstraße 5-Minuten-Takt. Gleichzeitig wird die Linie 3 von 10- auf 5-Minuten-Takt verdichtet. Zweigleisiger Ausbau zwischen Brackwede Friedhof und Landwehr (607 m) und Bau eines Gleiswechsels an der Haltestelle Landwehr.
1930 Drei Beiwagen werden ausgemustert. Zweigleisiger Ausbau in Brackwede zwischen Osningstraße und der Wirtschaft Börse (145 m).
1931 Einbau eines Gleiswechsels in der Herforder Straße zur Erleichterung der Rangierbewegung am Jahnplatz. Die letzten vier offenen Triebwagen erhalten geschlossene Stirnwände. Verschlechterung der Wirtschaftslage durch die Weltwirtschaftskrise.
1932 Fahrplan mit 10-Minuten-Takt auf allen Linien, während der Hauptverkehrszeit alle 5 Minuten. Zweigleisiger Ausbau zwischen Königsbrügge und Sieker. Die Linie 2 ist damit vollständig zweigleisig. Zweigleisiger Ausbau für die Linie 1 in der Beckhausstraße von der Kurve Möller bis Höner (350 m).
1934 Zweigleisig zwischen Brackwede Bismarckstraße und Friedhof.
1935 Zweigleisig zwischen Brackwede Bismarckstraße und Bergstraße (300 m). Das Streckennetz beträgt Ende 1935 23 km. 1,76 km eingleisig und 21,24 km zweigleisig.
1936 Verstärkter Beiwagenverkehr am Nachmittag nach Sieker (für die Kasernen an der Detmolder Straße). In Sieker wird eine Abstellanlage für 13 Fahrzeuge (2 Hinterstellgleise) und eine 60 m lange Wendeschleife gebaut. Der Bau der Wendeschleife ist notwendig, um bei Veranstaltungen auf dem Sportplatz Königsbrügge dem hohen Fahrgastaufkommen gerecht zu werden.
1938 Das Depot erhält eine getrennte Ein- und Ausfahrt. Ein Schienenreinigungswagen wird von der Firma Ensten/ Schörling gekauft. Am Sennefriedhof wird ein 72 m 8 1931 1932 1934 1936 1935 1938 langes Aufstellgleis zum Entleeren des Schienenreinigungswagens gebaut.
1942 Die Haltestellenabstände werden vergrößert. Ab Juli wird zwischen der Haltestelle Asbrock und der Ausweiche Wilke wird das Stabreichverfahren eingeführt, um Unfällen auf dieser eingleisigen Strecke vorzubeugen.
1943 Bau von drei Abstellgleisen aus Altmaterial am Walkenweg (123 m), am Sennefriedhof (152 m) und am Brackweder Friedhof (152 m) für zusammen 30 Fahrzeuge, um sie außerhalb des Werksgeländes vor Bombenangriffen zu schützen. Ein Dieselbus wird von der Firma Schörling in einen Turmwagen umgebaut.
1944 Auf allen Linien kann nur noch ein 20-Minuten-Takt aufrecht erhalten werden. Am 27. Mai Inbetriebnahme der Oberleitungsbus-Linie vom Rathaus zum Wellensiek. In der Zeit der Treibstoffknappheit fahren die Busse auch mit Stadtgas und Holzvergasern. Ab 30. September Erste kriegsbedingte Stillegung, jedoch wird nach Beseitigung der Schäden der Verkehr wieder aufgenommen. 20. Oktober Durch einen Brand im Depot werden die Hallen I, II und III fast vollständig zerstört. Im Laufe des Jahres kommt es durch die Auswirkungen des Krieges zur Teilstillegung des Betriebes.
1945  Am 31. März Stillegung des gesamten Straßenbahnbetriebes nach schweren Bombenangriffen. Ab 28. Juni Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebes, jedoch mit starken Verkehrseinschränkungen. Ein Teil der Strecken muss durch Busse bedient werden. Es sind nur noch 20 Triebwagen und 23 Beiwagen einsatzbereit.
1946 Ein weiterer Dieselbus wird zum Turmwagen umgebaut. 4. Februar Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebes auf allen Strecken im 15-Minuten-Takt. Sonntags jedoch ruht der Verkehr.
1947 Im Depot kann die Halle I wieder vollständig in Betrieb genommen werden.
1948 Ausbau der Halle IV für Straßenbahn und Busse. 4. Oktober Normalisierung des Straßenbahnverkehrs, ganztägiger 10-Minuten-Takt bis 20.00 Uhr und bis 23.20 Uhr alle 20 Minuten.
1950 Alle unmittelbaren Kriegsschäden sind beseitigt. 15. Mai Zum Fahrplanwechsel Einrichtung der Linie 12 von Sieker bis Jahnplatz. Dadurch auf diesem Abschnitt eine Verkehrsverdichtung auf 5 Minuten. Im Spätverkehr von 21.00 – 23.00 Uhr wird alle 20 Minuten gefahren. Spätwagen verkehren ab Jahnplatz in alle Richtungen um 23.30 Uhr und um 24.00 Uhr.
1951 20. Mai Zum Fahrplanwechsel werden die Spätwagen auf den Samstag beschränkt. Die Linien 2 und 3 tauschen die Endstellen (Linie 2: Sieker – Lange Straße, Linie 3: Oststraße – Walkenweg). Die Linie 12 wird bis zum Hauptbahnhof verlängert. Während der Hauptverkehrszeit Einrichtung einer Linie 11 zwischen Mittelstraße (Linie 1) und Hallenstraße (Linie 3). Bau eines Zwillings-Triebwagens aus 2 Triebwagen.
1952 Zum Fahrplanwechsel wird die Linie 12 aufgrund von Beschwerden der Anwohner in der Bahnhofstraße eingestellt. Der 10-Minuten-Takt wird nur noch bis 20.00 Uhr angeboten. Bau eines weiteren Zwillings-Triebwagens, der Mitte des Jahres in Betrieb genommen werden kann.
1953  Der 20-Minuten-Takt von 20.00 bis 23.00 Uhr wird jetzt auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet. Änderung der Linienführung der Linie 11: Mittelstraße bis Hamfeldstraße
1954 Weiterer Ausbau der Detmolder Straße. Abschnitt AugustBebel-Straße bis Diesterwegstraße.
1954 bis 1955 Mit vier Großraumtriebwagen T4 und zwei Beiwagen B4 erhalten die Verkehrsbetriebe die ersten modernen Fahrzeuge nach dem Krieg.
1955 bis 1957 Umbau des Jahnplatzes, des Berliner Platzes und Neugestaltung der Streckenführung in der Innenstadt. Auch der Bahnhofsvorplatz wird um- und neugestaltet. Der Straßenbahnbetrieb wird aus der Bahnhofstraße herausgenommen. Der Berliner Platz wird zum zentralen Umsteigepunkt aller Straßenbahnlinien ausgebaut. Die Linie 1 wird ab Jahnplatz über Berliner Platz (heute Willy-Brandt-Platz) zum Hauptbahnhof geführt. Juni 56 Die Linie 2 wird ab Jahnplatz über Berliner Platz – Feilenstraße – Jöllenbecker Straße zur Langen Straße geführt. Juni 56 Die Linie 3 wird ab Kesselbrink über Friedrich-Ebert-Straße und Berliner Platz zum Hauptbahnhof geführt. Juli 57 Am Jahnplatz wird ein Gleisdreieck gebaut. 1957 Mitte Mai Einsatz der neuen vierachsigen Großraumtriebwagen für den Einrichtungsbetrieb auf der Strecke Kattenkamp – Sennefriedhof. Der Abschnitt Schildesche bis Kattenkamp wird mit einem Pendeltriebwagen bedient.
1957 bis 1963 30 neue Gelenktriebwagen vom Typ GT6 und 10 Straßenbahnen vom Typ GT8 werden angeliefert.
1957 Juni Verlängerung der Linie 2 Sieker – Lange Straße bis zur Voltmannstraße (1,1 km). Diese Strecke wird eingleisig mit der Ausweiche Birkenstraße angelegt. 19. Juli Die neue Haltestellenanlage für die Linien 1 und 2 am Jahnplatz geht in Betrieb. Bau und Inbetriebnahme eines Gleisdreiecks im Ortskern Schildesche. 10. Oktober Zum Fahrplanwechsel wird der Verkehr nach 20.00 Uhr vom 15-Minuten-Takt auf einen 20-Minuten-Takt sowie sonntags von 7.30 bis 12.30 Uhr vom 10-Minuten-Takt auf einen 15-Minuten-Takt verdünnt. Es werden drei, bis Ende des Jahres sechs Gelenktriebwagen auf der Linie 1 eingesetzt.
1958 Weiterer Ausbau der Detmolder Straße auf dem Abschnitt Königsbrügge bis Ellernkamp. Auf der Linie 1 werden nur noch Gelenktriebwagen mit Fahrgastfluss eingesetzt. Bau und Inbetriebnahme der Wendeschleife in Brackwede an der Hauptstraße Ecke Heckengang. 13 1956 1957 bis 1963 1957 1958 Umbau des Ulmenwalls von der Körnerstraße bis Landgericht mit der Straßenbahn auf besonderem Bahnkörper. Bau eines Gleisdreiecks am Landgericht. Einbau von drei Abstellgleisen an der Endhaltestelle Sieker.
1959 17. Mai Inbetriebnahme des Gleisdreiecks Voltmannstraße. Umbau der Endstation Sieker. Erster Einsatz von Großraumtriebwagen auf der Linie 2. Aus dem Triebwagen 22 und dem Beiwagen 148 wird der Umbau-Gelenktriebwagen GT4 Nr. 206, der am 8. Juli 1959 ausgeliefert und am 7. Oktober 1959 das erste Mal planmäßig eingesetzt wird.
1960 Der Ausbau der Detmolder Straße ist abgeschlossen. 31. Januar Bau einer Wendeschleife im Depot Schildescher Straße. Bau eines Abstellgleises an der Endhaltestelle Voltmannstraße. Die Linie 1 wird zwischen Kreuz- und Lutterstraße statt durch die Gütersloher Straße durch die neugeschaffene Artur-Ladebeck-Straße auf einem besonderen Bahnkörper geführt. November Beginn des Ausbaues der Linie 1 zwischen Johannesstift und Kattenkamp für zweigleisigen Betrieb auf einem besonderen Bahnkörper. Inbetriebnahme der neuen Haltestellenanlage in Sieker.
1961  Juli Die Linie 1 verkehrt zwischen Johannesstift und Kattenkamp auf einem besonderen Bahnkörper. Bau eines Gleisdreiecks an der Kreuzstraße. 19. Dezember Baubeginn des neuen Betriebshofes in Sieker für Straßenbahn, O-Bus (Oberleitungsbus) und Bus.
1962 Ausbau der Strecke Kreuzstraße – Landgericht zweigleisig auf einem besonderen Bahnkörper. Die vier Großraumtriebwagen T4 werden zu Beiwagen B4 umgebaut. 8. November Inbetriebnahme des zweiten Gleises in der Jöllenbecker Straße zwischen Weststraße und Große-Kurfürsten-Straße. Das Gleis in der Straße Am Güterbahnhof wurde aufgelassen. Der Beginn des Ausbaus der Alfred-Bozi-Straße bringt für die Straßenbahn zwischen Jahnplatz und Kreuzstraße die Verlegung auf einen besonderen Bahnkörper. Zeitweilig müssen die Linien 1 und 11 ab Jahnplatz über Landgericht zur Kreuzstraße geleitet werden.
1963 Zum Fahrplanwechsel Verlängerung der Linie 3 von der Oststraße bis zur Hauptstraße (spätere Brennerstraße, heute Sieker Mitte). Die Endhaltestellen Sieker und Sennefriedhof erhalten getrennte Haltestellen zum Ein- und Aussteigen. 5. Dezember Die Ausbauarbeiten in der Alfred-Bozi-Straße sind abgeschlossen. Baubeginn der Neubaustrecke vom Walkenweg bis zur Karolinenstraße.
1964 2. März Inbetriebnahme des provisorischen Gleisdreiecks an der Hellingstraße (Linie 3) in der Nähe der Haltestelle Walkenweg. Damit können auf der Linie 3 erstmals Gelenktriebwagen mit Fahrgastfluss eingesetzt werden. 28. September Inbetriebnahme der Strecke Walkenweg – Karolinenstraße und Abbau des Gleisdreiecks Hellingstraße. 19. Oktober Einsatz von schaffnerlosen Beiwagen auf der Linie 2.
1965 Einsatz von schaffnerlosen Beiwagen auf der Linie Im Juni Inbetriebnahme des neuen Betriebshofes Sieker für alle drei Betriebszweige (Straßenbahn, O-Bus und Bus). Die Hauptwerkstatt verbleibt jedoch noch bis 1977 im alten Betriebshof an der Schildescher Straße. Der gesamte Fahrdienst wird nach Sieker verlegt.
1966 Umbau von zehn GT6 Gelenktriebwagen in GT8. 26. Juni Mit dem Fahrplanwechsel Einführung des Einmannbetriebes auf den Linien 2 und 3 nach 19.30 Uhr sowie sonntagvormittags, auf der Linie 3 zusätzlich noch samstags früh und nachmittags sowie am Sonntag ganztägig.
1967 Am 26. Juni erstmals Einsatz von Fahrscheinentwertern. Ab 2. Juli Einführung des durchgehenden Einmannbetriebes auf der Linie 3. November Baubeginn der Neubaustrecke vom Kattenkamp bis Schildesche An der Reegt auf der Trasse der elf Jahre zuvor stillgelegten Bielefelder Kreisbahn. 10. Dezember Einführung des ganztägigen Einmannbetriebes auf der Linie 2, sowie auf der Linie 1 im Spätverkehr und sonntagvormittags.
1968  31. März Zum Fahrplanwechsel ist der Einmannbetrieb auf allen Straßenbahnlinien durchgängig eingeführt. 14. April Inbetriebnahme der Neubaustrecke vom Kattenkamp bis Schildesche An der Reegt. Die Strecke Kattenkamp – Schildesche Markt wird aufgelassen und abgebaut. Juni Baubeginn der Verlängerung der Linie 3 von der Karolinenstraße bis Baumheide. Auch diese 1,6 km lange Strecke wird zweigleisig auf einem besonderen Bahnkörper angelegt. 8. November Der O-Bus-Betrieb wird eingestellt.
1969 März Baubeginn eines eingleisigen Verbindungsgleises zwischen der Endhaltestelle Brennerstraße (heute Sieker Mitte) und dem Betriebshof Sieker. 30. Mai Inbetriebnahme der Verlängerung Linie 3 von der Karolinenstraße bis Baumheide. 10. September Baubeginn des ersten Tunnelabschnittes der Bielefelder Stadtbahn, zwischen Alleestraße und dem Nicolaifriedhof mit einer Länge von 500 Metern.
1970  19. Juli Inbetriebnahme des Verbindungsgleises zwischen Brennerstraße und Sieker.
1971 21. September Inbetriebnahme der Stadtbahn-Tunnelstrecke in der Herforder Straße. Die Haltestelle Beckhausstraße wird die erste unterirdische Stadtbahn-Haltestelle in Bielefeld.
1973 Ausbau der Artur-Ladebeck-Straße zwischen Bethel und Bahnhof Brackwede. Die zweigleisige Strecke wird auf einen besonderen Bahnkörper verlegt. Die Arbeiten werden im August 1974 abgeschlossen. Ausbau der Herforder Straße mit einem besonderen Bahnkörper von der Tunnelrampe Nicolaifriedhof bis zur Ziegelstraße.
1975 9. Januar Die Haltestellen Kreuzstraße und Obernstraße werden aufgehoben und durch die neuen Haltestellen Kunsthalle und Adenauerplatz ersetzt. Baubeginn der Erweiterung des Betriebshofes Sieker für eine neue Hauptwerkstatt, eine Abstellanlage und ein Mehrzweckgebäude.
1976 16. Januar Lieferung des ersten Straßenbahn-Gelenktriebwagens GT8Z (eingereiht als Fahrzeug 501).
1977 Die Neubauten auf dem Betriebshof in Sieker können in Betrieb genommen werden. Der Stadtbahnbau wird am Hauptbahnhof fortgesetzt.
1978  Baubeginn der Verlängerung der Linie 2 (die Linien-Äste sind wieder getauscht worden!) von Baumheide nach Milse. Die 1,65 km lange Trasse wird kreuzungsfrei auf einem unabhängigen Bahnkörper angelegt. Da während der Bauzeit die Wendeschleife Baumheide nicht mehr befahrbar ist, wird zwischen Karolinenstraße und Baumheide ein Pendelbetrieb mit den GT8Z eingerichtet. 1. April Die Verlängerung bis Milse wird in Betrieb genommen.
1979  9. Oktober Inbetriebnahme der kreuzungsfrei auf einem unabhängigen Bahnkörper angelegten Stadtbahnstrecke von der Rosenhöhe bis zur Wendeschleife Senne.
1980 1. März Start der Verkehrsgemeinschaft VOW (Verkehrsgemeinschaft Ostwestfalen) mit den Unternehmen Deutsche Bundespost, Deutsche Bundesbahn (beide heute in der BVO – Busverkehr Ostwestfalen – zusammengefasst), TWE (Teutoburger Wald Eisenbahn) und Stadtwerke Bielefeld GmbH. 28. September Inbetriebnahme der Verlängerung der Linie 3 über die Voltmannstraße hinaus zur Wendeschleife Babenhausen Süd. Es ist die erste Haltestelle in Bielefeld mit Hochbahnsteig. Zusammen mit dem späteren Einsatz von Stadtbahnfahrzeugen ist ein barrierefreier Zugang möglich. Das Gleisdreieck Voltmannstraße wird in ein Überholgleis umgebaut.
1981 Beginn der Lieferung von 44 Stadtbahnwagen M8C. Die ersten »Altfahrzeuge« verlassen Bielefeld in Richtung Innsbruck. Es folgen später weitere nach Innsbruck, Mannheim, Würzburg und Lodz.
1982 April bis Juli An verschiedenen Wochenenden wird die zentrale Strecke Berliner Platz – Jahnplatz wegen Tunnelbauarbeiten gesperrt.
1983  1. April Einführung des neuen VOW-Tarifs. Oktober Für die Glückstalertage in Brackwede wird der Straßenbahnbetrieb in der Hauptstraße erstmalig eingestellt. Das Förderprogramm F’81 erhält die einstimmige Rückendeckung des Rates der Stadt Bielefeld. Es legt die Basis für den Ausbau von Hochbahnsteigen und die vollständige Stadtbahnbeschleunigung an allen Lichtsignalanlagen in den kommenden Jahren fest.
1984 Neue Zweigbuslinie 26 von der Voltmannstraße in das Wohngebiet Dürerstraße.
1985  27. September Ausdehnung der VOW auf den Kreis Gütersloh. Als neue Partner steigen die Stadtwerke Gütersloh und drei Privatunternehmer ein. 11. Oktober Zu den Glückstalertagen wendet die Straßenbahn an der Gaswerkstraße über einen Klettergleiswechsel. Im Fahrplanbüro wird ein EDV-System eingeführt.
1986 8. Februar Der Partywagen 799 wird durch einen Schwelbrand stark beschädigt und ausgemustert. 26. September Fertigstellung der neuen Strecke der Linie 3 durch die Nikolaus-Dürkopp-Straße. Damit wird der Jahnplatz endlich wieder zentraler Umsteigepunkt auch für das Straßenbahnnetz. Die Strecke über Kesselbrink zur Herforder Straße bleibt vorerst als Betriebsgleis erhalten. 2. November Versuchsweise werden für die Buslinie 31 im Spätverkehr Anruf-Sammel-Taxen (AST) eingesetzt. Der Stadtbahnwagen 534 wird versuchsweise mit Systemen für die Zugbeeinflussung (ZUB) und Bordinstrumenten für das Rechnergesteuerte Betriebsleitsystem (RBL) ausgerüstet.
1987  2. bis 4. März Durch Eisregen kommt der Straßenbahnbetrieb zum Erliegen. 17. Juli Baubeginn für die neue Leitstelle in Sieker. 30. Oktober Letzter Einsatz der Altfahrzeuge GT 6. Von diesem Zeitpunkt an sind nur noch die Stadtbahnwagen M8C im Einsatz. 22 1985 1986 1987 19. November Der Umbau der Kreuzung Teutoburger Straße/Oelmühlenstraße ist abgeschlossen. 28. Dezember Das letzte Neufahrzeug von 44 M8C-Wagen (der Wagen 559) geht in Betrieb.
1988 An der Haltestelle Sudbrackstraße wird ein provisorischer Anschluss der Tunnelstrecke geschaffen. Juni Beginn des Umbaues für einen neuen Schienenschleifwagen. September Baubeginn der Hochbahnsteige Friedrich-List-Straße und Bethel. 30. September/1. Oktober Ein M8C und ein GT8 werden zur Besichtigung zum Tag der offenen Tür in die Tunnel-Haltestelle Jahnplatz transportiert.
1989 27. Januar Der Tunnel wird für Schallmessfahrten erstmals aus eigener Kraft von Wagen 527 befahren. 20. März Die Hochbahnsteige Friedrich-List-Straße und Bethel gehen in Betrieb. April Das EDV-System EPON für die Fahr- und Dienstplanerstellung wird angeschafft. Mai Das RBL-System (Rechnergesteuertes Betriebsleitsystem) wird bestellt. Juli Technische Abnahme der Zugsicherungsanlage im Tunnel. 23 1988 1989 1. September Die ersten drei Straßenbahn-Fahrerinnen werden eingestellt. November bis März 1990 11 Busfahrer und ein Bus werden nach der Grenzöffnung für fünf Monate den Berliner Verkehrsbetrieben zur Verfügung gestellt. Dezember Weitere Hochbahnsteige werden fertiggestellt.
1990 Fortführung des Hochbahnsteigprogramms. 12. März Beginn der Fahrerausbildung im Tunnel. Beginn der Installation von Beschleunigungsmaßnahmen für die Stadtbahn. 6. November Die neue Verkehrsleitzentrale (VZ) geht in Betrieb. 15. November Das RBL-System (Rechnergesteuertes Betriebsleitsystem) wird in Betrieb genommen.
1991 März Abschlussschulung für den Tunnelbetrieb. April Der neue Schienenschleifwagen 510 wird fertig gestellt. 19. April Beginn der Anschlussarbeiten des Tunnelabschnittes mit dem Oberflächennetz mit Unterbrechung der Linie 2 im Bereich Beckhausstraße. 26. bis 28. April Die übrigen Anschlüsse werden in den Nächten 26. /27. April und 27. /28. April hergestellt.
28. April Eröffnung der StadtBahn.

aus Stadtwerke Bielefeld https://bielefeld-pro-nahverkehr.de/downloads/StadBahn-Chronik_moBIel.pdf?m=1511609360&
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