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Die DMG MORI Aktiengesellschaft ist einer der größten Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen in Deutschland und auch weltweit ein führender Hersteller von CNC-gesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen. Seit Juni 2016 agiert das deutsch-japanische Unternehmen unter dem Leitspruch „Global One Company“ und möchte damit die Bedeutung und das interkulturelle Zusammenwachsen zu einem Unternehmen herausstellen.
Das Angebot umfasst neben Dreh- und Fräsmaschinen auch die Advanced Technologies, wie Ultrasonic, Lasertec und Additive Manufacturing. Daneben entwickelt der Werkzeugmaschinenhersteller ganzheitliche Technologie- und Automatisierungslösungen bis hin zu digitalen Produkten und Lösungen für Industrie 4.0. Das Servicegeschäft beinhaltet Dienstleistungen wie Training, Instandsetzung, Wartung und Ersatzteilservice. Nach verstärkten Rekrutierungmaßnahmen in diesem Bereich, baut DMG Mori das Servicegeschäft massiv aus. Das Unternehmen hat weltweit 14 Produktionsstätten sowie 157 internationale Vertriebs- und Servicestandorte in 79 Ländern. Die Konzernzentrale befindet sich in Bielefeld. Der Hauptsitz des Mutterkonzerns, der DMG MORI Company Limited, befindet sich in Tokio, Japan.
Am 1. Oktober 1870 – zur Zeit der „Gründerjahre“ in Deutschland – eröffnete der Schlossermeister Friedrich Gildemeister die „Werkzeugmaschinenfabrik Gildemeister & Comp.“ In den nächsten Jahrzehnten wurde die Fabrik am Bahnhof der ehemaligen Bahnstrecke Köln-Minden in Bielefeld um weitere Werkshallen erweitert. Mehr als 100 Jahre lang – bis 1976 – hatte die Firma ihren Sitz dort, wo heute die Stadthalle steht. Seitdem ist die Gildemeisterstraße 60 in Bielefeld neuer Firmenstandort des Konzerns, der weltweit 7.503 Mitarbeitende und 396 Auszubildende beschäftigt (Stand: 2018).
1899 wurde die damalige OHG in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von damals 1 Million Goldmark umgewandelt. Der Börsengang von Gildemeister fand im Jahr 1950 statt. Ende 1969 wurde das Unternehmen eine Publikumsgesellschaft mit breiter Aktienstreuung.
Erfolg erlangte Gildemeister in den 1980er Jahren vor allem durch die EltroPilot-2-Steuerung, die eine Simulation des Programmablaufes ermöglicht und den Bediener beim Programmieren mit Grafiken unterstützt.
Die Gildemeister Projecta GmbH (Gipro) war Generalunternehmer beim Aufbau eines irakischen Militärforschungszentrums unter Saddam Hussein.
Im Jahr 2002 erhielt Gildemeister von der Deutschen Börse die Zulassung zum „Prime Standard“. Nach der Neusegmentierung der deutschen Aktienindizes im März 2003 notierte die Gildemeister-Aktie im SDAX. Ende Dezember 2007 wurde die Gildemeister AG in den MDAX aufgenommen, den sie allerdings zum 19. Dezember 2016 wieder verlassen mussten.
2008 begannen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen den Vorstandsvorsitzenden der Gildemeister AG, Rüdiger Kapitza. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe umfassten Untreue, Bestechlichkeit, Bestechung und Steuerhinterziehung. Im Spätsommer wurden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Finanzmarktaufsicht BaFin wegen Insiderhandels ergebnislos beendet. In anderen Bereichen liefen die Ermittlungen hingegen weiter. Im März 2013 wurden auch die Ermittlungen in Österreich endgültig eingestellt und Kapitza wurde wegen des Verdachts der Untreue und Betrugs entlastet. Am 6. April 2016 hat Kapitza sein Amt als Vorstandsvorsitzender niedergelegt. Als Nachfolger wurde Christian Thönes berufen. Er ist seit dem 15. April 2016 Vorstandsvorsitzender. Der Diplom-Kaufmann ist bereits seit Januar 2012 Mitglied des Vorstands und führte die Bereiche Produktentwicklung, Produktion und Technologie. Er trat 1998 in den Konzern ein und baute die Advanced Technologies auf. Von 2009 bis 2011 war Christian Thönes Geschäftsführer der DECKEL MAHO Pfronten GmbH. Christian Thönes verantwortet die Ressorts Produktentwicklung, Vertrieb, Einkauf, Corporate Communications, Personal, Recht und Revision.
Wie am 6. April 2016 bekanntgegeben wurde, hat die DMG Mori Co., Ltd. die unmittelbar und mittelbar gehaltene Beteiligung an der DMG Mori AG auf über 75 % erhöht.
Darüber hinaus wurde über die Tochtergesellschaft DMG Mori GmbH, Bielefeld einer 100%igen Tochter der japanischen DMG Mori Co., Ltd. ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages gemäß §§ 291 ff. AktG mit der DMG Mori Aktiengesellschaft als beherrschtem Unternehmen abgeschlossen. Dieser Vertrag trat am 24. August 2016 in Kraft.

aus Wikipedia

    




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