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Ankerwerke
Carl Schmidt, seit 1867 Mitgründer und Mitinhaber der Nähmaschinenfabrik „Dürkopp & Co“, gründete 1876 das Unternehmen „Bielefelder Nähmaschinenfabrik Carl Schmidt“. Als Teilhaber nahm er im Juli 1878 Hugo Hengstenberg auf. Nun hieß das Unternehmen „Bielefelder Nähmaschinenfabrik Carl Schmidt & Hengstenberg“. 1883 schied Carl Schmidt durch einen verlorenen Prozess aus, 1884 kam dafür Robert Wittenstein, das Unternehmen wurde unter dem Namen „Bielefelder Nähmaschinenfabrik Hengstenberg & Co.“ neu gegründet, da sie am 1. Februar 1884 erloschen war. Mitte 1895 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen „Bielefelder Nähmaschinen- und Fahrrad-Fabrik A.G. vorm. Hengstenberg & Co.“.
Ab 1906 hieß das Unternehmen „Anker-Werke AG vorm. Hengstenberg & Co.“, was mit einer Kapitalerhöhung einherging. Damit erschien erstmals der Name Anker. Das Markenzeichen der Firma, der Anker, wurde fester Bestandteil des Namens. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg von 1920 bis 1938 auf mehr als das Doppelte. In dieser Zeit war Anker auch europaweit größter Hersteller von Fahrrädern und Büromaschinen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen ab 1948 am alten Standort in Bielefeld wieder aufgebaut. Die Hauptgeschäftsfelder waren die ab 1900 gebauten mechanischen Registrierkassen sowie die ab 1912 gebauten Buchungsmaschinen. Die wiederaufgenommene Produktion von Fahr- und Motorrädern wurde zunächst nach Paderborn ausgelagert. 1957 wurde auch die Produktion der Nähmaschinen ausgegliedert und die Tochtergesellschaft Anker Nähmaschinen AG gegründet. Ein Jahr später erfolgte die Fusion mit der Bielefelder Firma Phoenix Nähmaschinen AG Baer & Rempel zur Anker-Phoenix Nähmaschinen AG, wobei die Anker-Werke die Aktienmehrheiten hatten. 1966 wurde diese neue Firma in eine GmbH umgewandelt.
In den 1970er-Jahren gelang die Umstellung der mechanischen Registrierkassen auf computergestützte Systeme nicht, sodass Anker, obwohl zweitgrößter Hersteller weltweit, im Jahr 1976 in Konkurs ging.
Reste des Unternehmens wurden aus der Insolvenz heraus verkauft und wurden von dem britischen Hersteller Thomas Tilling gekauft.
2006 übernahm der IT-Anbieter Torex Retail Holdings Limited den letzten noch bestehenden Teil von Anker, die Anker Systems GmbH in Bielefeld. Mitte 2012 ging das Unternehmen Torex Retail Holdings in Micros Systems über. Micros Systems wiederum wurde im Sommer 2014 von Oracle übernommen.
Im Sommer 2015 wurde Anker mit Hilfe von deutschen Privatinvestoren erfolgreich aus dem Oracle Konzern herausgelöst und agiert heute als eigenständiger Hersteller von Kassensystemen.
aus Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Anker-Werke
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